Ruth

Ruth

Schon meine Eltern haben in den 50ern  ambitioniert  fotografiert und gefilmt.  Meine ersten Fotoerfahrungen machte ich mit der alten Exakta meines Vaters, alles analog, nebst extra Belichtungsmesser und einigem anderen merkwürdigen Gerät (Balgenzug etc.). Mit der bin ich dann schon mal auf einem kalten Winterspaziergang bis zur Hüfte im Schlamm versunken , hab aber ohne Erfrierungen das rettende Auto erreicht (auch die Kamera blieb heil).   Schwarzweiß-Abzüge wurden dann in der Dunkelkammer, die meine Schwester (nicht Karin, die andere, die auch Grafik studiert hat)  auf dem Dachboden eingerichtet hatte, gemacht.  Die erste eigene Spiegelreflexkamera, immer noch analog, war dann eine Canon A-1 mit drei Festbrennweiten-Objektiven (50 mm Makro, 130 mm , 28 mm), wobei das kleine Tele mein Lieblingsobjektiv war. Und ich erinnere ganze Sommernachmittage in irgendeiner Wiese in Schleswig-Holstein hockend ,  mit dem Makro Blumen und Insekten auflauernd. Irgendwann in der „Ruschhour“ des Lebens setzte dann die digitale Entwicklung ein. Es war eh wenig Zeit zum Fotografieren und diverse kleine Kameras kamen zum Einsatz. Fotografie lief nebenbei.  Erst 2012 kamen  dann eine digitale Spiegelreflexkamera ( Canon EOS 600) und erste Foto-Bearbeitungen in Mikrosoft-Picturemanager,   sowie seit 2015 auch Fotos im RAW-Format  und die Anschaffung  des Programms Lightroom,  welches  ich aber trotz zwei VHS-Wochendkursen noch lange nicht beherrsche.  Überhaupt bin ich kein  Technik-Typ, ich „mache“ keine Bilder, sondern „finde“ Bilder.  Ich gehe nicht los mit einer Idee im Kopf und versuche dann das Bild zu konstruieren, sondern  ich sehe etwas, was mich anspricht (kleine Details, Muster)und das ich dann versuche fotografisch festzuhalten.  Auch hier kann es natürlich nicht schaden das Handwerkszeug  mit Hilfe der Deichfotografen, zu denen ich 2014 durch meine Schwester Karin  gekommen bin, zu verbessern.  Wenn nur die Zeit nicht wäre.  Mit späten Arbeitszeiten, teils auch Wochenende, allein zuständig für Haus und Garten und noch anderen Hobbys bleibt fürs Fotografieren oft nicht genug.

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